Frisurentrends für 2009

Juni 4, 2009

Hochzeitsfrisuren 2009

Meine (Jetzt-)Frau und ich waren bereits mehr als acht Jahre zusammen, bevor wir uns entschlossen haben den Bund fürs Leben einzugehen. Da ich im Gegensatz zu meiner Frau mit Religion und Kirche nicht besonders viel am Hut habe, war es mir bis dato auch nie besonders wichtig eine Beziehung durch den Gang zum Altar inklusive Brautkleid, Hochzeitsfrisuren quasi offiziell zu machen.

Da wir nun schon so lange damit gewartet hatten, wollten wir keine Mühen und Kosten scheuen, um den Tag zu etwas ganz Besonderem zu machen. Wie es sich für eine gute Hochzeit gehört, haben wir uns für einen Termin im Wonnemonat Mai entschieden. Freitags haben wir unsere standesamtliche Trauung lediglich im kleinen Kreis gefeiert, da wir uns bereits am darauf folgenden Tag kirchlich trauen lassen wollten. Hatten wir die Tage davor schon ziemlich wenig geschlafen, bekam ich in der Nacht vor unserer kirchlichen Trauung vor Nervosität kein Auge zu. Entsprechend mitgenommen machte ich mich am frühen Morgen auf den Weg zu meinem Trauzeugen, um das Feld für meine Frau und ihre Mädels zu räumen. Um 14 Uhr sollte die Trauung losgehen und kurz vorher begab ich mich in meinem glücklicherweise noch ideal sitzenden Anzug mit meinem Trauzeugen in die Kirche. Da wir uns richtig klassisch trauen lassen wollten, hatte ich meine Frau noch nicht in ihrem Kleid gesehen und war entsprechend gespannt und nervös. Langsam füllten sich die Reihen mit unseren Freunden und Familien und nach endlosen Minuten vor dem Altar begann endlich die Musik zu spielen. Ich musste mehrmals hinschauen bis ich mir vollends sicher war, dass diese wunderschöne Frau, die an der Seite des Vaters meiner Freundin hineinspaziert wirklich die Frau ist, die bereit ist den Rest ihres Lebens mit mir zu verbringen.

Nach der Trauung und den zahlreichen Glückwünschen unserer Liebsten machten wir uns überglücklich und so richtig schön kitschig per Kutsche auf den Weg zur Gaststätte. Petrus meinte es auch gut mit uns: Wir hatten richtig gutes Wetter und dementsprechend konnten wir die gut 40 Minuten auf der Kutsche sehr genießen.

Die Brautfrisur meiner Frau war unglaublich schön.

Bei der Gaststätte wurden wir von unserem Hochzeitsbitter (wir haben halt alle Register gezogen) in Empfang genommen, der bereits Wochen vorher diejenigen, die innerhalb eines Umkreises von knapp 20km wohnten, persönlich mit einem netten Gedicht eingeladen hatte. An der Gaststätte hieß er dann noch einmal jeden Einzelnen herzlich willkommen. Der Nachmittag verlief (als eine Art Schonfrist) bei Kaffee und Kuchen wirklich sehr gemütlich.

Abends wurde das Haus dann richtig voll. Nach Halten meiner Rede haben wir unsere Gäste mit einem Fünf-Gänge-Menü kulinarisch verwöhnt: Als Vorspeise Spargelcremesuppe, danach jeweils ein Fisch- und Fleischgang, Käse und zum Abschluss ein leckeres Dessert. An dieser Stelle noch einmal ein Kompliment an die Küche: alles hat fantastisch geschmeckt! Nach dem üppigen Mahl fing dann der „anstrengende“ Teil des Abends an. Mit dem obligatorischen Walzer – den ich als absoluter Tanzmuffel wochenlang einstudieren durfte – haben wir den Tanzpart des Abends eröffnet. Glücklicherweise bin ich meiner Frau auch kaum mehr als ein Dutzend Mal auf die Füße getreten.

Je länger der Abend andauerte, desto intensiver floss der Alkohol und desto bizarrer wurden die Spiele. Die Feierlichkeiten zogen sich bis in den frühen Morgengrauen hin. Völlig erschöpft machten wir uns auf den Weg nach Hause. Leider hatten unsere lieben Freunde den kompletten Flur mit Plastikbecher (selbstverständlich mit Wasser gefüllt) zugestellt, so dass wir eine gute halbe Stunde brauchten ehe wir uns den Weg ins Schlafzimmer frei geräumt hatten. Dieser Tag wird uns als ein ganz besonderer in Erinnerung bleiben.

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